Hohenfels, 12.06.2021

Vielseitig, aktiv und immer einsatzbereit

THW Sulzbach-Rosenberg und THW Amberg üben gemeinsam am Truppenübungsplatz in Hohenfels

Die niedrigen Inzidenzen machten es möglich, dass sich Helferinnen und Helfer aus vier Fachgruppen zu einer gemeinsamen Übung treffen konnten. Die Einheit Bergung aus Amberg sowie die Bergung und die Fachgruppen Technische und Biologische Ortung aus Sulzbach-Rosenberg nutzten die Gelegenheit, um auf unbekanntem Gelände zu üben. „Wir sind froh, ein solches Gelände quasi direkt vor unserer Haustür gefunden zu haben.“, so Harald Enßner, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW Sulzbach-Rosenberg. Denn das Gelände sei so vielseitig wie die Einsatzmöglichkeiten des THW. Einen ganzen Tag lang konnten die vier Gruppen für unterschiedlichste Einsätze trainieren. Auf den Bahngleisen wurden Eisenbahnwaggons mittels Seilwinde gezogen und von einer Brücke gestürzte Opfer geborgen. An den Gebäuden wurde der Leiterhebel zur Rettung von Personen aus höheren Etagen geübt und im Tunnelsystem die Bergung mittels Schleifkorbtrage. Die Ortung Vermisster und Verschütteter mit Hilfe von Trümmer- und Personenspürhunden war ein weiterer Punkt auf dem Trainingsplan. Mensch und Hund trainierten das Anlegen von Abseilgurten und das Retten aus Höhen und Tiefen. Im Lichtlosen Tunnel setzte die technische Ortung ihre Wärmebildkamera zur Orientierung ein und mittels einer Endoskopkamera, der sogenannten Searchcam, erkundeten sie einen verschlossenen Raum nach Verschütteten. So konnten die Fachgruppen einen Großteil ihres Einsatzspektrums abdecken. Lediglich die Pumpen blieben an diesem Tag trocken. Sie waren allerdings auch erst eine Woche zuvor im Einsatz gewesen, um die Feuerwehr bei dem durch Starkregen verursachten Hochwasser in Großalbershof und Forsthof zu unterstützen.

Den Höhepunkt des Übungstages bildete eine gemeinsame Übung aller Fachgruppen. Das Einsatzszenario war ein Unfall, an dem ein Auto und ein LKW beteiligt waren. Mit großer Geschwindigkeit wurde eine unter dem LKW eingeklemmte Person geborgen, nachdem der verletzte LKW-Fahrer aus dem Führerhaus befreit worden war. Eine dritte Person musste mittels Personenspürhund gesucht werden, da sie verwirrt vom Einsatzort weggelaufen war. Die Führungskräfte lobten anschließend den reibungslosen Ablauf und die harmonische Zusammenarbeit zwischen den Fachgruppen. „Dass Helferinnen und Helfer aus unterschiedlichen Ortsverbänden so gut zusammenarbeiten können, haben wir auch unserer standardisierten Ausbildung zu verdanken.“, erklärt Harald Enßner. „Egal welcher Fachgruppe sie später einmal angehören, die Grundausbildung ist für alle gleich.“ Auch der Zugführer des THW Amberg, Christoph Hollweck zeigte sich zufrieden: „Es war fachlich wie kameradschaftlich ein großartiger Übungstag. Ich hoffe, es war nicht die letzte gemeinsame Aktion!“


Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.


OPENSTERETMAPPPP


Suche

Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: