10.03.2019

Tierisches Training

120 Rettungshundeführerinnen und -führer von THW, Feuerwehr und dem Bundesverband Rettungshundeführer, darunter auch 9 Helferinnen und Helfer des THW Sulzbach-Rosenberg, nahmen am vergangenen Wochenende an einer gemeinsamen Übung teil. An zwei Tagen stärkten sie das gegenseitige Vertrauen und trainierten verschiedenste Einsatzszenarien.

Im THW entscheiden oft zwei Zutaten erfolgreiche Einsätze: Teamwork und Training. Im Einsatz muss das mit den Kameradinnen und Kameraden hundertfach Geübte perfekt ineinander übergehen. Das gilt im THW für die Menschen untereinander gleichermaßen wie für die vierbeinigen Helfer – die THW-Rettungshunde.

Vom 08. bis 10. März fand deshalb in Mosbach am Neckar ein großangelegtes Training für Rettungshunde-Teams statt, an dem auch das THW mit zwölf Einheiten der Ortungsgruppen teilnahm. Insgesamt 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich mit ihren Hunden auf dem Trainingsgelände der ehemaligen Neckartalkaserne ein, um gemeinsam die Suche nach vermissten und verschütteten Personen zu üben. Neben dem THW nahmen auch die Feuerwehr mit sechs Einheiten und der Bundesverband für das Rettungswesen e.V. daran teil.

Suchszenarien so realistisch wie möglich

Auf einer Fläche von bis zu 270.000 qm konnten die Teams, die jeweils aus einem Hund und einer Hundeführerin oder einem Hundeführer bestehen, an insgesamt zehn Übungsstellen verschiedenste Rettungs- und Suchszenarien trainieren. Von der Suche nach verschütteten Menschen in Trümmern oder orientierungslosen Personen im offenen Gelände, über Abseilübungen aus großen Höhen an einer Seilbahn bis hin zur Absuche von Gebäuden bot das gemeinsame Training viel Abwechslung. Gleichzeitig sollten die Übungen auch dazu beitragen, dass Hund und Mensch sich als Team verstehen, in dem der Hund seiner Führerin und seinem Führer gehorcht.

Das Organisationsteam achtete dabei auf möglichst realistische und einsatznahe Szenarien. Nur so wachsen Mensch und Hund als eingespieltes Team noch besser zusammen. Sehr detailliert und realitätsnah fiel dabei ein als Schule gestaltetes Übungsgebäude aus. Dort sollten die Hunde gemeinsam mit ihren Führerinnen und Führern eine Suche trainieren. Andere Teilnehmende versteckten sich hierzu in den aufgebauten Trümmern. Aufgabe der Hunde war es anschließend nicht nur die versteckte Person zu suchen, durch ein Bellen sollten sie außerdem signalisieren, wo die gefundene Person ist.

Einsatz von Tier und Technik bei den Ortungsgruppen

Wo Trümmer Zugänge zu verschütteten Personen versperren oder Menschen in Hohlräumen vermutet wurden, setzten die Ortungsgruppen neben ihren tierischen Spürnasen auch auf technisches Gerät. Mit dem Einsatz sogenannter „Search-Cams“ und akustischen Ortungsgeräten, die bei der Vermisstensuche auch immer zum Einsatz kommen, wurde die Übung vervollständigt.

Auf dem Übungsgelände des Trainingscenters Retten und Helfen (TCRH) in Mosbach finden seit 2015 Ausbildungen und Schulungen im Katastrophenschutz statt. Betreiber ist der Bundesverband Rettungshunde e.V., der dort alle auch Möglichkeiten zur Ausbildung von Ortungsteams nach Kriterien der Vereinten Nationen erfüllt.


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